Deine Fragen zu Blutgerinnungskrankheiten.

09.10.2018 / Anonym fragt:

Ist Kiffen für Hämophile problematisch?

    09.10.2018 / Antwort SHG:

    Der Begriff ‘Kiffen’ beinhaltet Haschisch oder Marihuana rauchen. Beides wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Kiffen hat für den Konsumenten eine Wirkung. Häufig gibt es eine Reduktion der Gedächtnisleistungen und der Schmerzempfindung sowie der Bewegung. Der Inhaltsstoff mit der grössten Wirkung im Hanf ist THC. Neuere Sorten von Haschisch bzw. Marihuana haben einen höheren THC-Gehalt wie früher und wirken deshalb stärker und schneller.
    Durch das Kiffen kommt man rasch in Rauschzustände, die aufgrund von Bewusstseinsveränderungen positive wie auch negative Empfindungen auslösen können. Hinzu kommen körperliche Effekte wie gerötete Augen, Mundtrockenheit, grösseres Hungergefühl, erhöhter Puls, Senkung des Blutdrucks, Müdigkeit usw.
    Kiffen ist nicht giftig, Todesfälle sind nicht dokumentiert. Zusammen mit Alkohol wird jedoch dessen Wirkung grösser, und die Kombination von Kiffen und Alkohol bringt ein höheres Risiko für Unfälle.
    Die Gesundheitsfolgen von Kiffen sind umstritten. Die Auswirkungen hängen von diversen Faktoren ab wie Psyche, Tagesform, Menge des Konsums, Umfeld etc. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass Kiffen zu einem erhöhten Risiko für Schizophrenie führt.
    Kiffen hat grundsätzlich für Hämophilie dieselben Auswirkungen wir für Nichtbetroffene. Wir empfehlen auf das Kiffen zu verzichten. Und wenn, dann in vernünftigem Ausmass und nicht in Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen.